{"id":166,"date":"2005-08-28T05:10:22","date_gmt":"2005-08-28T03:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.de\/nb\/?p=166"},"modified":"2005-08-28T05:14:46","modified_gmt":"2005-08-28T03:14:46","slug":"birds-bes-and-chocolate-germans-too","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2005\/08\/28\/birds-bes-and-chocolate-germans-too\/","title":{"rendered":"Birds &#038; Be&#8217;s (and Chocolate Germans too)"},"content":{"rendered":"<p>Blog-Pause f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, w\u00e4hrend ich mich auf den Weg zum Dach Europas mache. Darum schnell noch mal ein Rundumschlag \u00fcber ein paar Dinge, die in den letzten Tagen hier in schwerer Rotation waren.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Antony &#038; The Johnsons<\/strong><br \/>\n<em>I Am A Bird Now<\/em> (Secretly Canadian CD)<br \/>\nKein Song hat mich zuletzt so umgehauen wie &#8222;Hope There Is Someone&#8220;: Das ist die destillierte Angst vor der Einsamkeit. Antony ist der Marc Almond f\u00fcr unsere Tage: Eine Stimme, f\u00fcr die selbst eine Edith Piaf ihre absinthdurchtr\u00e4nkte Seele verkauft h\u00e4tte. Und eine Detailversessenheit und Akribie in der musikalischen Umsetzung von Intimit\u00e4t, das einem fast schwindlig werden kann vor Begeisterung und Empathie. Existenzialistische Cabaret-Musik: Wer h\u00e4tte gedacht, dass daraus die ergreifendste Musik zur Zeit werden kann? Wem hierbei nicht die Tr\u00e4nen kommen, der fri\u00dft auch kleine Kinder. Schnell entdecken, bevor das deutsche Feuilleton das hier kapert.<\/p>\n<p><strong>Death Sentence: PANDA!<\/strong><br \/>\n<em>Puppy, Kitty, Or Both<\/em> (Upset The Rhythm 10&#8243;)<br \/>\nWie nennt man das? Klarinettencore? Jedenfalls das wirksamste Gegenmittel zur perfekten Traurigkeit von Antony &#038; The Johnsons: Euphorisierender Ein-Minuten-Noise-Pop, als ob Frank Zappa Napalm Death nachgespielt h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>No Bra<\/strong><br \/>\n<em>Munchausen EP<\/em> (Muskel 12&#8243;)<br \/>\nKlingt wie eine Kreuzung aus DAF und dem &#8218;Four Yorkshiremen&#8216;-Sketch von Monty Python nachspielen, findet mein Lieblings-Blog <a href=\"http:\/\/20jazzfunkgreats.blogspot.com\">20 Jazz Funk Greats<\/a>. Zwei Vernissagen-Steher \u00fcberbieten sich mit absurden Angebereien, w\u00e4hrend im &#8222;Most Mix&#8220; dazu ein geiles White-Stripes-Riff \u00fcber Italo-Disco-Beats tuckert. Schick. (Lieblingssatz: &#8222;Ethiopians are like Germans dipped in chocolate&#8220;.)<\/p>\n<p><strong>The Would Be&#8217;s<\/strong><br \/>\n<em>I&#8217;m Hardly Ever Wrong<\/em> (Decoy 12&#8243;)<br \/>\nDas Sch\u00f6ne an den unz\u00e4hligen MP3-Blogs ist, dass man auch obskurste Sachen wiederfinden kann. Wie diese vergessenen irischen John-Peel-Lieblinge, die Ende der Neunziger entdeckten, dass eine Posaune auch smart klingen kann. \u00dcber <a href=\"http:\/\/burningworld.blogspot.com\">Burning World<\/a> gibts die l\u00e4ngst verschollene Deb\u00fct-EP wieder &#8211; ein sch\u00f6ner Singalong f\u00fcr tr\u00fcbe Sommertage.<\/p>\n<p><strong>Bark Psychosis<\/strong><br \/>\n<em>Codename: Dustsucker<\/em> (Fire CD)<br \/>\nLiegt schon eine Weile hier rum, auch das eine verschollene Band, die nach einem grandiosen Album (<em>Hex<\/em> von ca. &#8217;95) nie mehr gesehen wurde. Beim Comeback jetzt ist ein Ex-Talk-Talk-Mann dabei, aber das sagt \u00fcberhaupt nichts \u00fcber die Musik. D\u00fcstere, atmosph\u00e4rische Soundtracks zu noch nicht gedrehten David-Lynch-Filmen, aber bevor zu sehr es in Angelo-Baddalamenti-Wohklang abdriftet, kracht eine r\u00fcckkoppelnde Gitarre dazwischen.<\/p>\n<p><strong>Grabba Grabba Tape\/That Fucking Tank<\/strong><br \/>\n<em>Split Single<\/em> (Jealous\/Obscene Baby Auction 7&#8243;)<br \/>\nF\u00fcr alle, die den &#8222;Punk&#8220; in Daft Punk vermissen, gibt&#8217;s Grabba Grabba Tape, zwei spanische Irre, die sich Plastikeimer und Klomatten (nein, nicht Klamotten) \u00fcber den Kopf st\u00fclpen und mit Billig-Keyboards und Vocoder \u00fcber alte Schoten von Minor Threat hermachen. That Fucking Tank nennen ihr Zeug &#8222;Disco Metal&#8220;, was klingt wie eine runtergedrehte Version der Ruins, oder wie Death Sentence: PANDA! (s.o.) ohne Klarinette. Funky Dilettantismus rules!<\/p>\n<p><strong>King Automatic<\/strong><br \/>\n<em>Automatic Ray<\/em> (Voodoo Rhythm CD)<br \/>\nNoch so ein Spa\u00dfvogel, diesmal der Stra\u00dfenmusiker aus der H\u00f6lle. King Automatic, gelernter Schlagzeuger, spielt alles m\u00f6gliche, was er auf dem Flohmarkt an billigen Effektger\u00e4ten kriegen kann, und am liebsten alles auf einmal. Nebenbei wirft er die dreckigste denkbare Coverversion von &#8222;The Model&#8220; raus. Gro\u00df.<\/p>\n<p><strong>Antifamily<\/strong><br \/>\n<em>Instructions EP<\/em> (Website <a href=\"http:\/\/www.antifamily.org\">Antifamily.org<\/a>)<br \/>\n<strong>Asja auf Capri<\/strong><br \/>\n<em>Novi Ronde<\/em> (Difficult Fun)<br \/>\nMuss man zusammen erw\u00e4hnen, weil beide Bands, wenn ich&#8217;s richtig verstehe, auch irgendwie zusammengeh\u00f6ren &#8211; Asja ist wohl ein Seitenprojekt zur Antifamily. Musikalisch gibt&#8217;s da auch einige \u00c4hnlichkeiten &#8211; fr\u00fch-NDW-lastige elektronische Beats, spartanische Melodien, reduzierte Texte &#8211; , aber das sch\u00f6ne ist, wie sehr diese Musik bei aller Abstraktheit swingt. &#8222;Hoffmann&#8220; von Asja ist ein heimlicher Hit: Ein textliches und musikalisches Stop&#038;Go, von dem man nicht wirklich m\u00f6chte, dass es aufh\u00f6rt: &#8222;Inbegriffen im Sch\u00e4ferst\u00fcndchen\/Keine K\u00fcsse\/Kahle B\u00e4ume\/B\u00e4ume rauschen\/Tiefe K\u00fcsse\/Keine Tr\u00e4ume&#8220;. So schreibt man nur, wenn man tief durchatmen kann.<\/p>\n<p><strong>Eve Massacre<\/strong><br \/>\n<em>Nanananananaaa &#8211; Wanna Be The Man With The Child In Her Eyes<\/em> (Website <a href=\"http:\/\/www.evemassacre.de\">evemassacre.de<\/a><br \/>\nAch ja, Bastard Pop ist ja so 2003, was? Aber hey, es gibt immer noch einige coole Leute da drau\u00dfen, die schlicht ein gutes musikalisches Gesp\u00fcr haben und ein Ohr f\u00fcr Dinge, die verdammt gut zusammenpassen. Zu den am\u00fcsantesten und unterhaltsamsten geh\u00f6rt auf jeden Fall Eve Massacre: Wer Kate Bush dazu bringt, wirklich funky zu klingen, kann kein schlechter Mensch sein. Diese Mashups kicken wirklich ein paar Hinterteile \u00fcber die Tanzfl\u00e4che. Collect them all, die besten sind schon wieder unten (sonst h\u00e4tt ich hier n\u00e4mlich den brillianten Billy-Idol-\/Temptaions-Mash &#8222;Papa Was A Rollin&#8216; Stone&#8220; genannt).<\/p>\n<p>That&#8217;s all for now, die n\u00e4chsten News kommen aus 2.000 Meter H\u00f6he. A bient\u00f4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blog-Pause f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, w\u00e4hrend ich mich auf den Weg zum Dach Europas mache. 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