{"id":215,"date":"2005-11-14T15:04:36","date_gmt":"2005-11-14T14:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=215"},"modified":"2005-11-15T15:12:10","modified_gmt":"2005-11-15T14:12:10","slug":"wir-im-finale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2005\/11\/14\/wir-im-finale\/","title":{"rendered":"Wir im Finale"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/photos1.blogger.com\/blogger\/7951\/1666\/1600\/21%20October%20030.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/29\/63338976_a0e4637757_m.jpg\" padding=2 alt=\"Wir im Finale\"  \/><\/a>Gestern bin ich endlich dazu gekommen, ins K\u00f6lner Theaterhaus zu gehen und Marc Beckers  <em>Wir im Finale<\/em>, in der Version des <a href=\"http:\/\/www.atonaltheater.de\">a.tonal.theaters<\/a>  zu sehen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, das mu\u00df man anerkennen. Etwas verbl\u00fcffend, dass die Aufgabenverteilung im Team einem fast traditionellen Rollenverst\u00e4ndnis gehorchte: Anders als bei fr\u00fcheren Produktionen des Ensemble waren hier die Positionen relativ klar zugewiesen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine flexibel agierende Viererkette, die wechselseitig Spieler und Zuschauer gab, dazu zwei relativ klar zugewiesene Au\u00dfen, in der Figur des Trainer und des Sportreporters. Die taktische Marschroute, die sich deutlich an die klassische griechische Strategie anlehnt, n\u00e4mlich aus einem massierten Chor heraus einzelne Vorst\u00f6\u00dfe zu wagen, war durch das St\u00fcck vorgegeben &#8211; Autor Marc Becker ist dem Vernehmen nach Werder-Fan, und da ist der Rehakleische Einfluss bis heute sp\u00fcrbar geblieben.<\/p>\n<p>\u00dcber das taktische Konzept kann man noch diskutieren: Vor allem in der ersten H\u00e4lfte war der Spielaufbau noch etwas sperrig, und nicht jeder verbale Pa\u00df kam an. Immerhin, die spielerische Intelligenz des Teams verhinderte, dass das System auseinanderfiel, und einzelne Momente &#8211; etwa der, in dem die Nation als Droge am Bahnhof gekauft wird &#8211; waren feine Kabinettst\u00fcckchen In der zweiten Halbzeit liefen die dramaturgischen F\u00e4den deutlich besser zusammen, und bis auf eine kritische Situation kurz vor Schluss lie\u00df das Ensemble da nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Wie da in einigen Szenen mit dem Geschehen um den Ball jongliert wurde, das war sch\u00f6n anzusehen, und bisweilen blitzte sogar etwas wie s\u00fcdamerikanische Eleganz auf. Aber deutsche Teams werden nicht daf\u00fcr bezahlt, in Sch\u00f6nheit zu sterben: Die Null muss stehen, das Ergebnis muss stimmen, und wie sagt schon Trappatoni: Fu\u00dfball ist ding dang dong. Nicht nur ding. So war&#8217;s auch gestern.<\/p>\n<p>(Die Stadionbeschallung lie\u00df allerdings zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, das hatte \u00e4hnlich wenig Bezug zum Geschehen auf dem Platz wie seinerzeit Ady Zehnpfennig, der sich in der Halbzeitpause von L\u00e4nderspielen mit der Hammondorgel durch&#8217;s Stadion kutschieren lie\u00df.)<\/p>\n<p>(Credit where Credit is due: Das sch\u00f6ne Foto stammt \u00fcbrigens aus dem h\u00fcbschen Blog <a href=\"http:\/\/theaterzwang2006.blogspot.com\/2005\/10\/wednesday-october-19-2005.html\">Theaterzwang 2006<\/a> von Dyane Neiman.)<\/p>\n<p>Noch ein Nachtrag: Ein Interview mit Regisseur J\u00f6rg F\u00fcrst gibt es bei den <a href=\"http:\/\/www.11freunde.de\/ballkultur\/17065\">11 Freunden<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern bin ich endlich dazu gekommen, ins K\u00f6lner Theaterhaus zu gehen und Marc Beckers Wir im Finale, in der Version des a.tonal.theaters zu sehen. 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