{"id":219,"date":"2005-11-16T16:34:15","date_gmt":"2005-11-16T15:34:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=219"},"modified":"2005-11-16T16:44:24","modified_gmt":"2005-11-16T15:44:24","slug":"apulien-in-koln","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2005\/11\/16\/apulien-in-koln\/","title":{"rendered":"Apulien in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p>Das lohnt doch eben einen kleinen Hinweis, bevor es im Getriebe des Tages untergeht: Eine kleine Reihe von Veranstaltungen zur Kultur in Apulien, und das Filmfestival <a href=\"http:\/\/www.cinema-italia.net\">Cinema! Italia!<\/a>, das auf seiner Deutschland-Tour n\u00e4chste Woche in K\u00f6ln und Essen Station macht.<!--more--><br \/>\nDie Apulien-Reihe besteht aus einer Theaterauff\u00fchrung, einem Folk-Konzert und &#8211; das finde ich am interessantesten &#8211; einer Retrospektive mit drei Filmen des bei uns wenig bekannten Regisseurs Edoardo Winspeare. Bis auf die Theaterauff\u00fchrung findet das, wenn ich es richtig sehe, durchweg im<br \/>\n <a href=\"http:\/\/www.iic-colonia.de\/3.htm\">Italienischen Kulturinstitut K\u00f6ln<\/a> statt. Weil man sich auf der Veranstaltungsseite ein bi\u00dfchen einen Wolf scrollt, kopier ich das Programm mal eben hier unten auf die Seite.<\/p>\n<p>Zum <em>Cinema! Italia!<\/em>-Festival gibt&#8217;s auf der <a href=\"http:\/\/www.cinema-italia.net\">Website<\/a> die n\u00f6tigen Infos. Ich hab vor allem \u00fcber die Filme <em>Certi bambini<\/em>, <em>Cuore sacro<\/em> und <em>La Febbre<\/em> viel Gutes geh\u00f6rt. Wer auch hingeht, kann mir ja eine Mail schicken.<\/p>\n<blockquote><p><em>17. November &#8211; 6. Dezember 2005<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>APULIEN HEUTE in Theater &#8211; Musik &#8211; Film<\/strong><br \/>\nMit dem finanziellen Beitrag der Region Apulien und in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut K\u00f6ln organisiert der Verein \u201eGruppo dei Pugliesi\u201c aus K\u00f6ln in den n\u00e4chsten Wochen eine Reihe k\u00fcnstlerisch-kultureller Veranstaltungen f\u00fcr italienisches und deutsches Publikum mit dem Ziel, einige der wichtigsten aktuellen Ph\u00e4nomene der Theater-, Musik und Filmkultur Apuliens zu pr\u00e4sentieren. Eines der wichtigsten Ziele des Vereins, der vor einigen Jahren in NRW gegr\u00fcndet wurde, um den Italienern aus der Region Apulien hier eine organisatorische Struktur zu geben, besteht in der Wiederbelebung und St\u00e4rkung der kulturellen Bindungen zu Italien im Allgemeinen und zu Apulien im Besonderen.<\/p>\n<p><em>Donnerstag, 17. November 2005, 18.00 Uhr<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>La Bella e la Bestia von Teresa Ludovico<br \/>\n<\/strong><br \/>\nTheaterauff\u00fchrung des Teatro Kismet, Bari, in italienischer und deutscher Sprache<br \/>\nim Grillo-Theater Essen<\/p>\n<p><em>Sonntag, 20. November 2005, 18.00 Uhr<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>Canti e Pizziche del Salento &#8211; Konzert mit Il Canzoniere Grecanico Salentino<br \/>\n<\/strong><br \/>\nIL CANZONIERE GRECANICO SALENTINO ist die erste Gruppe folkloristischer Recherche, die Mitte der 70er Jahre in Apulien mit dem Ziel entstand, sich f\u00fcr eine neue Verbreitung der musikalischen Volkstradition zu engagieren. Dabei ging es nicht um eine Beschr\u00e4nkung auf Vergangenheit, Tradition und den Mythos einer l\u00e4ngst vergessenen Kultur, sondern um die Suche nach einem eigenst\u00e4ndigen musikalischen Ausdruck in Abgrenzung zur kommerziellen Musik. Das Salento ist das Ursprungsland eines in Italien einzigartigen Ph\u00e4nomens von besitzergreifender Trance: dem Tarantismo, einem bis heute erhaltenen Ph\u00e4nomen in einem sonst v\u00f6llig<br \/>\nwestlich-europ\u00e4isch gepr\u00e4gten Kontext. Nat\u00fcrlich hat sich mit der Ver\u00e4nderung der soziologischkulturellen Rahmenbedingungen auch der Tarantismo ver\u00e4ndert. Zu glauben, die Pizzica-Tarantata w\u00e4re trotz der Ver\u00e4nderung der Gesellschaft (R\u00fcckgang der Landwirtschaft, Eindringen neuer Kulturmodelle) die gleiche geblieben, ist v\u00f6llig falsch. Den lang erforschten Tarantismo gibt es nicht mehr, weil man nicht mehr daran glaubt, da\u00df die Tarantel sticht und krank macht. Was bleibt ist die an diesen Glauben gebundene musikalische Tradition, die von Gruppen wie IL CANZONIERE GRECANICO SALENTINO aufgegriffen und erneuert wird und immer mehr Zulauf auch bei jungen Leuten findet.<\/p>\n<p><em>Samstag, 3. Dezember 2005, 18.00 Uhr<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>Retrospektive des Regisseurs Edoardo Winspeare<br \/>\n<\/strong><br \/>\nEr\u00f6ffnung durch den Regisseur und Vorf\u00fchrung der Filme<\/p>\n<ul>\n<li>La Passione del Miracolo (7 Min.)<\/li>\n<li>Un breve film sulla bellezza (7 Min.)<\/li>\n<li><strong>Pizzicata<\/strong> (1999) OFmdtU<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotz seines angels\u00e4chsisch klingenden Namens und seines \u00f6sterreichischen Geburtsortes &#8211; er wurde 1965 in Klagenfurt geboren &#8211; ist Edoardo Winspeare ein waschechter Apulier. Er wohnt heute noch in dem kleinen Ort mit dem evokativen Namen Depressa bei Salento, wo er auch aufgewachsen ist und den er nur zum Studium der modernen Literatur in Florenz und f\u00fcr seine weltweite Fotografent\u00e4tigkeit verlassen hat. Nach seinem Studium an der Hochschule f\u00fcr Film und Fernsehen in M\u00fcnchen arbeitete er dort als Vorf\u00fchrer, Tontechniker und Regieassistent. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre drehte Winspeare verschiedene Dokumentarfilme, von denen einige Apulien, seinerm geliebten Heimatland, gewidmet sind, dessen Kultur, Geschichte und heute noch lebendigen Traditionen er zeigen wollte. Aber erst mit \u201ePizzicata\u201c, seinem ersten Spielfilm, gelingt dem apulischen Regisseur auch der internationale Durchbruch. Der Film wird auf zahlreichen Festivals gezeigt, darunter in Berlin, Cannes, San Sebastian, Edinburgh, San Francisco, Spoleto und erh\u00e4lt mehrere Preise und Anerkennungen. In Deutschland erhielt der Film das Pr\u00e4dikat \u201ewertvoll\u201c. \u201eSangue vivo\u201c erhielt in Italien das Pr\u00e4dikat \u201eFilm von nationalem kulturellem Wert\u201c.<\/p>\n<p>Die weiteren Filme:<\/p>\n<p><em>Montag, 5. Dezember 2005, 19.30 Uhr<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>Sangue vivo<\/strong> (2000) OFmeU<\/p>\n<p><em>Dienstag, 6. Dezember 2005, 19.30 Uhr<br \/>\n<\/em><br \/>\n<strong>Il miracolo<\/strong> (2004) OFmeU<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>(Danke f\u00fcr den Tipp, <a href=\"http:\/\/www.andrea-kampmann.de\">Andrea<\/a> ! :-))<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das lohnt doch eben einen kleinen Hinweis, bevor es im Getriebe des Tages untergeht: Eine kleine Reihe von Veranstaltungen zur Kultur in Apulien, und das Filmfestival Cinema! 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