{"id":416,"date":"2006-03-26T00:29:58","date_gmt":"2006-03-25T23:29:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=416"},"modified":"2006-03-26T17:59:43","modified_gmt":"2006-03-26T16:59:43","slug":"transparency-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2006\/03\/26\/transparency-deutschland\/","title":{"rendered":"Transparency International,"},"content":{"rendered":"<p>es gibt da einen alten Spruch aus einer schon etwas \u00e4lteren Revolution: Traue niemandem, der unbestechlich ist. Es k\u00f6nnte ein Robespierre sein. Auch bekannt in der Version: Is that a guillotine in your pocket, or are you just pissed off to see me?<\/p>\n<p>Es ist ja nichts Neues, dass manche Menschen Transparenz nur so lange gut finden, wie sie nicht einem selber gilt. Nun mag es ja sein, dass einem da manchmal <a href=\"http:\/\/wasweissich.twoday.net\/stories\/1407348\/\">Behauptungen unterkommen<\/a>, gegen die man etwas einzuwenden hat. Vielleicht auch zu Recht. Wenn man f\u00fcr eine Organisation arbeitet, die sich Ideale wie &#8222;Transparenz, Verantwortlichkeit, Integrit\u00e4t, Solidarit\u00e4t, Zivilcourage, Gerechtigkeit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit&#8220; in ihren <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/Verhaltenskodex.581.0.html\">Verhaltenskodex<\/a> schreibt, dann sollten einem da einige passable M\u00f6glichkeiten einfallen, wie man solche Einw\u00e4nde formulieren kann.<\/p>\n<p>Zumindest m\u00fc\u00dfte man dann bemerken, dass es vermutlich keine sonderlich gute Idee ist, wenn man <a href=\"http:\/\/wasweissich.twoday.net\/stories\/1742827\/\">eine E-Mail formuliert<\/a>, deren rhetorischer Habitus mehr auf die Stra\u00dfen von Neuk\u00f6lln zu passen scheint als zu einer Organisation, die f\u00fcr eine saubere Politik k\u00e4mpfen m\u00f6chte. Es k\u00f6nnte sich ja sonst der eine oder andere fragen, welches Verst\u00e4ndnis von Zivilcourage, Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit vorliegt, wenn man einerseits betont, dass man sein &#8222;Urteilen und Handeln mit gesicherten Informationen und professionellen Analysen&#8220; untermauern m\u00f6chte, andererseits damit kokettiert, zur Begr\u00fcndung von Vorw\u00fcrfen zu faul zu sein oder keine Zeit zu haben oder warum auch immer man meint, sich sowas &#8222;ersparen&#8220; zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Man sollte sich so was gut \u00fcberlegen. Am Ende schafft so ein Vorgehen n\u00e4mlich mehr Transparenz als man eigentlich haben wollte. Auf einmal gibt es <a href=\"http:\/\/rebellmarkt.blogger.de\/stories\/414657\/\">Anrufe und Nachfragen<\/a>, die man unter Umst\u00e4nden gar nicht so gern beantworten will. Und dann kommt vielleicht noch jemand auf die Idee, dass es wom\u00f6glich ein verdienstvollerer Auftrag w\u00e4re, unversch\u00e4mtheitsf\u00f6rdernde Strukturen und Rahmenbedingungen in allen Lebensbereichen zu identifizieren und so zu ver\u00e4ndern, dass Unversch\u00e4mtheit gesellschaftlich ge\u00e4chtet und nachhaltig einged\u00e4mmt wird.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen da ja gerne mal dr\u00fcber reden.<\/p>\n<p>Update: Moni, die Bloggerin, hat den ersten Text inzwischen vom Netz genommen und <a href=\"http:\/\/wasweissich.twoday.net\/stories\/1747362\/\">hat auch gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr<\/a>. Nachlesen kann man ihn u.a. noch <a href=\"http:\/\/rebellmarkt.blogger.de\/stories\/415101\/\">hier<\/a>. Die E-Mail ist noch online, aber ich dokumentiere sie, f\u00fcr alle F\u00e4lle, auch gerne noch mal hier, f\u00fcr Recherchezwecke nat\u00fcrlich. Texte dieser Art kann man ja auch nicht oft genug dokumentieren. Nebenbei: Interessant finde ich ja, dass der Verfasser sich das Auformulieren seiner Vorw\u00fcrfe zwar gespart hat, aber Zeit genug hatte, um den genauen Namen der Betreiberfirma und des Services rauszufischen. Sage keiner, dass man sich da keine M\u00fche gibt.<\/p>\n<blockquote><p>Sehr geehrte Frau xxx,<\/p>\n<p>Sie haben unter der Adresse http:\/\/wasweissich.twoday.net\/stories\/1407348\/ innerhalb des von der Fa. Knallgrau New Media Solutions GmbH betriebenen European Weblog Hosting Service twoday.net einen Text unter der \u00dcberschrift \u201eTransparency Deutschland\u201c ins Netz gestellt, der in erheblichem Ma\u00dfe die Pers\u00f6nlichkeitsrechte der von mir vertretenen Organisation verletzt. Der Text basiert offensichtlich im wesentlichen auf Informationen unserer ehemaligen Mitarbeiterin Frau xxx, der ebenfalls erhebliche Rechtsverletzungen vorzuwerfen sind.<\/p>\n<p>Die von Ihnen aufgestellten Behauptungen entsprechen im wesentlichen nicht den Tatsachen, da wo es sich um Ihre Bewertungen handelt wird der Tatbestand der rechtswidrigen Schm\u00e4hkritik erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Ich erspare es mir zun\u00e4chst, auf Einzelheiten einzugehen, sondern gebe Ihnen Gelegenheit, den Text unverz\u00fcglich, sp\u00e4testens bis zum 26.03.2006, 24.00 Uhr aus dem Netz zu nehmen.<\/p>\n<p>Sollte das nicht erfolgen, k\u00fcndige ich Ihnen schon jetzt eine strafbewehrte Unterlassungserkl\u00e4rung und ggf. eine einstweilige Verf\u00fcgung an. Ich gehe davon aus, dass Sie sich \u00fcber die rechtlichen, aber auch finanziellen Konsequenzen, die sich daraus f\u00fcr Sie ergeben werden, klar sind.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fcssen<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>es gibt da einen alten Spruch aus einer schon etwas \u00e4lteren Revolution: Traue niemandem, der unbestechlich ist. Es k\u00f6nnte ein Robespierre sein. Auch bekannt in der Version: Is that a guillotine in your pocket, or are you just pissed off to see me? 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