{"id":521,"date":"2006-11-14T12:28:28","date_gmt":"2006-11-14T09:28:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=521"},"modified":"2006-11-14T12:28:28","modified_gmt":"2006-11-14T09:28:28","slug":"gus-bofa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2006\/11\/14\/gus-bofa\/","title":{"rendered":"Gus Bofa"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gusbofa.com\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/101\/293813693_6e313d7d1d_m.jpg\" alt=\"Bofa\" \/><\/a>Diesen Namen kannte ich noch nicht, oder jedenfalls nicht wirklich: Gus Bofa, mit richtigem Namen Gustave Blanchot, geboren 1883 in Brive-la-Gaillarde, das liegt in der Corr\u00e8ze: tief in der franz\u00f6sischen Provinz also, gestorben ist er 1968 in S\u00fcdfrankreich. Dazwischen war er Grafiker, Illustrator, Karikaturist und Werbezeichner, Kost\u00fcm- und B\u00fchnendesigner, au\u00dferdem Schriftsteller, Kritiker, Songtexter und Redakteur von Zeitschriften wie <em>Rire<\/em> oder <em>La Petite Semaine<\/em>: Satirische bunte Bl\u00e4tter, vergleichbar mit dem englischen <em>Punch<\/em> oder dem deutschen <em>Simplicissimus<\/em>. Ich kenne die Namen dieser Zeitschriften ebensowenig wie die vieler Autoren, deren Werke Bofa illustriert hat: Pierre Mac Orlan, Raymond Hesse, Georges Courteline, geschweige denn die Titel der Werke, die Bofa selbst verfa\u00dft hat.<!--more--><\/p>\n<p>Aber wenn ich mir <a href=\"http:\/\/www.gusbofa.com\">diese wunderbare Website<\/a> anschaue, dann will ich diese B\u00fccher unbedingt kennen lernen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch irgendwo schon Bilder von Bofa gesehen habe: Mein Vater hatte ein ganzes Arsenal von humoristischen Anthologien, wie sie etwa Erich K\u00e4stner immer mal herausgegeben hat. Einiges von Bofa h\u00e4tte da gut reingepa\u00dft, neben Bilder von Heinrich Zille, Olaf Gulbransson oder Walter Trier zum Beispiel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/103\/293813696_e333376772_o.jpg\" alt=\"rollmops\" \/>Vielleicht meine ich auch nur, schon etwas von ihm gesehen zu haben, weil man in seinem Stil das zeichnerische Erbe all der Goyas und Toulouse-Lautrecs aufscheinen sieht, und weil man bis zu Semp\u00e9 und Waechter eine lange Phalanx von Geistesgenossen aufz\u00e4hlen k\u00f6nnte. Weil er wie die alle kein reiner Witzezeichner ist, aber selbst in den tragischen und melancholischen Momenten noch ein Auge f\u00fcr das Bizarre, das Komische und das Groteske hat. Weil seine Zeichnungen so aussehen, wie sich Texte von Swift oder Sterne lesen. Und damit ist noch gar nicht mal von der ganzen frankophonen Comic-Tradition geredet, f\u00fcr die ich ihn auch mal ans Ahnherrn nominieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aber wie gesagt, das muss ich erst alles noch im Detail anschauen, seine <a href=\"http:\/\/www.gusbofa.com\/fiche_ouvrage.php3?id=5\">Bilder zum Don Quichotte<\/a> oder die Geschichte <a href=\"http:\/\/www.gusbofa.com\/fiche_ouvrage.php3?id=5\">vom kleinen Gott D\u00e9sir\u00e9 Rollmops<\/a> zum Beispiel. F\u00fcr den Moment reicht mir <a href=\"http:\/\/www.gusbofa.com\">auch das hier.<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesen Namen kannte ich noch nicht, oder jedenfalls nicht wirklich: Gus Bofa, mit richtigem Namen Gustave Blanchot, geboren 1883 in Brive-la-Gaillarde, das liegt in der Corr\u00e8ze: tief in der franz\u00f6sischen Provinz also, gestorben ist er 1968 in S\u00fcdfrankreich. Dazwischen war er Grafiker, Illustrator, Karikaturist und Werbezeichner, Kost\u00fcm- und B\u00fchnendesigner, au\u00dferdem Schriftsteller, Kritiker, Songtexter und Redakteur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=521"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/521\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}