{"id":566,"date":"2011-09-05T15:28:21","date_gmt":"2011-09-05T12:28:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=566"},"modified":"2011-09-06T17:36:56","modified_gmt":"2011-09-06T14:36:56","slug":"das-sudliche-teilstuck-der-strategischen-bahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2011\/09\/05\/das-sudliche-teilstuck-der-strategischen-bahn\/","title":{"rendered":"Das s\u00fcdliche Teilst\u00fcck der Strategischen Bahn"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6182\/6043018215_3a80430851_d.jpg\" alt=\"Trasse der Strategischen Bahn bei Ringen\" \/><\/p>\n<p>Eine sp\u00e4te Erg\u00e4nzung zum Eintrag \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=1143\">Strategischen Bahndamm<\/a>, einem der interessantesten verlorenen Orte hier in der Region. Es gibt au\u00dfer dem beschriebenen Streckenabschnitt zwischen Rommerskirchen und Neuss, wo die R\u00fcckriem-Skulpturen aufgestellt wurden, noch einige weitere Spuren dieses nie vollendeten Bahnprojekts. Westlich von K\u00f6ln zum Beispiel: Hier sollte die Strategische Bahn \u00fcber Trassen gef\u00fchrt werden, die von der Bergheimer Kreisbahn genutzt wurden, einer der vielen regionalen Bahngesellschaften, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts an Rhein und Ruhr entstanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6197\/6082790229_958be60592_d.jpg\" alt=\"Trasse der Strategischen Bahn bei Horrem\" \/><\/p>\n<p>Zwei Streckenabschnitte werden heute noch durch Bahnverkehr genutzt: Auf derm Abschnitt Rommerskirchen &#8211; Niederau\u00dfem fahren G\u00fcterz\u00fcge, auf dem Teilst\u00fcck zwischen Bergheim und Horrem verkehrt heute die Erftbahn, ein Regionalzug der DB. S\u00fcdwestlich von Horrem st\u00f6\u00dft man au\u00dferdem noch auf einen etwa 2,5 Kilometer langen und dicht bewachsenen Bahndamm und einige Br\u00fcckenbauwerke: Hier sollte die Strategische Bahn die Strecke K\u00f6ln &#8211; Aachen &#8211; L\u00fcttich kreuzen und dann beim D\u00f6rfchen M\u00f6drath auf die Trasse einer weiteren regionalen Bahngesellschaft sto\u00dfen, der M\u00f6drath-Liblar-Br\u00fchler Eisenbahn. M\u00f6drath ist l\u00e4ngst durch den Braunkohle-Tagebau abgebaggert worden, ebenso die Streckenabschnitte Niederau\u00dfem &#8211; Bergheim und M\u00f6drath &#8211; Liblar.<\/p>\n<p>S\u00fcdlich von Liblar wiederum wurde die Strategische Bahn weitgehend durch die Trasse der A61 \u00fcberbaut, und man st\u00f6\u00dft erst kurz hinter der rheinland-pf\u00e4lzischen Landesgrenze wieder auf Spuren des Streckenverlaufs. Interessanterweise an einem Abschnitt der Autobahn, der ebenfalls aus strategischen Gr\u00fcnden besonders angelegt wurde: Am Autobahnkreuz Meckenheim verl\u00e4uft die Stra\u00dfe f\u00fcr gut 2 Kilometer schnurgerade, wird weder von Br\u00fccken noch Hochspannungsleitungen \u00fcberquert und der Mittelstreifen ist nicht begr\u00fcnt, sondern nur betoniert. Im Kriegsfall sollte die Autobahn n\u00e4mlich als Behelfsflugplatz dienen k\u00f6nnen, und zwar als Flugplatz von ganz besonderer Bedeutung: Ein paar Kilometer s\u00fcdlich befand sich der Regierungsbunker, beziehungsweise &#8211; wie es offiziell hie\u00df &#8211; der &#8222;Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung von deren Funktionst\u00fcchtigkeit (AdVB)&#8220;.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.gpsies.com\/mapOnly.do?fileId=uzqvchanrpyigwpo&#038;authkey=03E62EAA3AD755F09069CB6D68A5EF8DAFFF935C2B54F4FF\" width=\"500\" height=\"400\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>Auf diese Bunkeranlage komme ich gleich noch einmal zur\u00fcck, aber zun\u00e4chst soll es wieder um die Strategische Bahn gehen: Deren Spuren tauchen n\u00e4mlich quasi dort wieder auf, wo die Landebahn endet. Und von hier aus kann man dem geplanten Streckenverlauf &#8211; beziehungsweise dem, was davon gebaut wurde und erhalten geblieben ist &#8211; wieder ganz gut folgen. Hier begann auch das anspruchsvollste Teilst\u00fcck der Strategischen Bahn, weil sie von der Hochfl\u00e4che der sogenannten &#8222;Grafschaft&#8220; in einem weiten Bogen ins 100 Meter tiefer gelegene Ahrtal gef\u00fchrt werden sollte. Um den H\u00f6henunterschied zu bew\u00e4ltigen, mu\u00dften Bahnd\u00e4mme, Tr\u00f6ge, Br\u00fccken und Tunnel angelegt werden. Damit wurde auch um 1904 begonnen, aber wie beim Rommerskirchener Streckenabschnitt waren die Arbeiten bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht beendet und wurden nach Kriegsende nicht mehr aufgenommen. Von dem, was schon gebaut worden war, ist einiges stehen geblieben: Der Bau einer Bahnstrecke ist ein erheblicher Eingriff in die Landschaft, der nicht so schnell wieder verschwindet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6084\/6042946165_0c2790f103_d.jpg\" alt=\"Trasse der Strategischen Bahn\" \/><\/p>\n<p>Ich habe mir mal die M\u00fche gemacht, die Spuren auch dieses Abschnitts der Strategischen Bahn zu einer kleinen Tour zu verbinden. Anders als die Route bei Rommerskirchen, die weitgehend eben verl\u00e4uft, ist diese Tour mit knapp 26 Kilometern nur etwas f\u00fcr konditionsstarke Wanderer, zumal im Ahrtal auch ein paar Steigungen zu bew\u00e4ltigen sind. Die Strecke ist deshalb so lang, weil ich als Anfangs- und Endpunkte die n\u00e4chstm\u00f6glichen Bahnh\u00f6fe gew\u00e4hlt habe. Das hei\u00dft allerdings, dass man vom Start der Tour in Meckenheim fast acht Kilometer zur\u00fccklegen muss, bevor man \u00fcberhaupt auf die Strategische Bahn st\u00f6\u00dft. Wer einen besseren Ausgangspunkt kennt (z.B. eine Bushaltestelle in der N\u00e4he der A61), kann das gerne in den Kommentaren vermerken. Die Tour kann auch mit einem gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Fahrrad absolviert werden, von einigen Schiebe- und Tragestrecken abgesehen kommt man ganz gut durch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6065\/6043581676_16cab7536f_d.jpg\" alt=\"A61 bei Meckenheim\" \/><\/p>\n<p>Startpunkt ist, wie gesagt, der Bahnhof in Meckenheim. Von dort aus geht es zun\u00e4chst auf einem angenehmen Rad- und Fu\u00dfweg entlang der Swist und, hinter der A565, \u00fcber landwirtschaftliche Wege in Richtung A61, die s\u00fcd\u00f6stlich von Eckendorf erreicht wird. Die Autobahn wird \u00fcber eine kleine Br\u00fccke \u00fcberquert, ziemlich genau am s\u00fcdlichen Ende der Landebahn des Behelfsflugplatzes. Hier l\u00e4sst sich nun auch die Spur der Strategischen Bahn aufnehmen, auch wenn von der Trasse nicht viel zu sehen ist: Ihr Verlauf entspricht dem kleinen landwirtschaftlichen Str\u00e4\u00dfchen, das von der Br\u00fccke aus entlang der Autobahn verl\u00e4uft und nach einigen Metern in eine grasbewachsene Piste zwischen B\u00fcschen und Feldern \u00fcbergeht. Die Autobahn schwenkt hier nach Osten ab, die Bahnstrecke verl\u00e4uft jedoch schnurgerade weiter bis an den Ortsrand von Ringen. Kurz vor Ringen, etwa auf der H\u00f6he eines Fisch- oder Kl\u00e4rteichs, m\u00fcssen allerdings einige Felder und ein Schulgeb\u00e4ude umgangen werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6191\/6042991149_a4f8ece7b4_d.jpg\" alt=\"Trasse der Strategischen Bahn bei Ringen\" \/><\/p>\n<p>Die Strategische Bahn findet man bezeichnenderweise in der Bahnhofstra\u00dfe wieder: Zun\u00e4chst als schmalen Fu\u00dfweg, der hinter einem Supermarkt hindurchf\u00fchrt, und dann, nach \u00dcberquerung einer Landstra\u00dfe und einem kurzen Treppenaufstieg, als schattiger Bahndamm. Nach etwa 500 Metern ist die Strecke allerdings erneut unterbrochen, zum einen durch die Grube Lantershofen und dann durch das Gel\u00e4nde eines privaten Verkehrs\u00fcbungsplatzes. Beide Areale muss man in einem gro\u00dfen Bogen umgehen, in dem man vom Ende des Bahndamms zun\u00e4chst ein paar Schritte auf dem parallel verlaufenden landwirtschaftlichen Weg zur\u00fcck geht, beim ersten Bauernhof links abbiegt und nach etwa 400 Metern wiederum links \u00fcber eine wenig befahrene Piste auf den Wald zu h\u00e4lt. (Dieser Abzweig ist nicht ganz einfach zu finden.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6199\/6043486600_3e8709013c_d.jpg\" alt=\"Strategische Bahn bei Lantershofen\" \/><\/p>\n<p>Folgt man dieser gut sichtbaren, aber teilweise grasbewachsenen Piste durch den Wald, st\u00f6\u00dft man nach 500 Metern erneut auf die Bahnstrecke, direkt am s\u00fcdlichen Ende des \u00dcbungsplatzes und kurz bevor sich die Piste in einer Serpentine zu einer Wiese senkt. F\u00fcr die n\u00e4chsten 500 Meter folgt man einfach der gut erkennbaren Trasse, \u00fcberquert fast unmerklich eine hohe Br\u00fccke und erreicht schlie\u00dflich am Waldrand einen Punkt, wo die Bahnlinie im Trog weiterf\u00fchren sollte. Dieser Trog ist mittlerweile dicht zugewuchert und unpassierbar, aber sowohl links als auch rechts davon verlaufen angenehme und leicht begehbare Wege. Hier beginnt der sch\u00f6nste Abschnitt der Route: Man h\u00e4lt sich zun\u00e4chst auf der linken Seite des Trogs (da hat man die sch\u00f6nere Aussicht), passiert eine alte Br\u00fccke und wechselt dann wenig sp\u00e4ter auf die rechte Seite. Die Route im wesentlichen dem gut ausgeschilderten Rotweinwanderweg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6186\/6042891169_aa9eb4723a_d.jpg\" alt=\"Strategische Bahn oberhalb von Ahrweiler\" \/><\/p>\n<p>Schnell sind wir mitten in den Weinbergen. Die Bahnstrecke l\u00e4uft immer parallel zu unserem Weg, meist erh\u00f6ht auf einem Damm und oft mit Weinreben bepflanzt. Oberhalb von Ahrweiler passiert man eine kleine Kapelle mit einem Rastplatz, die beide direkt auf die Trasse gebaut wurden. Kurz dahinter das spektakul\u00e4rste \u00dcberbleibsel der Bahn: M\u00e4chtige Pfeiler eines nie vollendeten Viadukts. Die Bahn sollte hier ein tief eingeschnittenes T\u00e4lchen \u00fcberqueren und auf der gegen\u00fcberliegenden Seite im ersten von insgesamt f\u00fcnf Tunneln verschwinden. Ohne Br\u00fccke sehen die massiven Pfeilerst\u00fcmpfe reichlich bizarr aus, wie verlassene Wacht\u00fcrme einer Felsenfestung aus einem Spionagethriller. Seit einigen Jahren werden sie als Kletterpark genutzt, und die Seilbr\u00fccken, die zwischen den Pfeilern gespannt sind, lassen sie noch kulissenhafter aussehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6065\/6043419078_e42443bf5f_d.jpg\" alt=\"Br\u00fcckenviadukt Ahrweiler\" \/><\/p>\n<p>Wir gehen auf einem Treppenweg an einigen Pfeilerst\u00fcmpfen entlang, halten uns dann rechts und erreichen eine Kreuzung, wo wir den links bergan f\u00fchrenden Weg nehmen. (Wer die Route hier unterbrechen m\u00f6chte, kann aber auch talw\u00e4rts zum Bahnhof von Ahrweiler gehen.) Kurz vor einem Aussichtspunkt mit Holzkreuz f\u00fchrt ein breiter Weg nach rechts: Hier erreicht man nach einigen Metern das Portal des Silberberg-Tunnels. Dort gibt es eine Aussichtsplattform, wo man sich die Br\u00fcckenpfeiler von der anderen Seite begucken kann. Der Tunnel wurde im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker genutzt &#8211; \u00f6rtliche Heimatkundler haben darum das Portal zu einer Gedenkst\u00e4tte umgestaltet, in der die behelfsm\u00e4\u00dfige Einrichtung des Schutzraums nachgebaut wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4110\/4980624450_674d878ce3_d.jpg\" alt=\"Regierungsbunker Ahrweiler\" \/><\/p>\n<p>Von hier geht&#8217;s zur\u00fcck zum Holzkreuz, und wieder weiter auf dem Rotweinwanderweg. Nach etwa anderthalb Kilometern erreicht man den Eingangsbereich des zweiten spektakul\u00e4ren Monuments auf unserer Route: Einen der Eing\u00e4nge des <a href=\"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=731\">ehemaligen Regierungsbunkers<\/a>. Beim Bau dieser Anlage nutzte man die Vorarbeiten f\u00fcr die Strategische Bahn, indem einige Tunnel durch zus\u00e4tzliche Stollen erweitert und zu einem unterirdischen Komplex ausgebaut wurden, der 3.000 Regierungsmitglieder und -mitarbeiter im Ernstfall unterbringen sollte. Die Lage des Unterschlupfs im schmalen und zerkl\u00fcfteten Ahrtal hat tats\u00e4chlich etwas von der oben erw\u00e4hnten Felsenfestung, aber das Bauwerk h\u00e4tte einem atomaren Angriff kaum standgehalten: Die Sprengkraft einer F\u00fcnf-Megatonnen-Bombe h\u00e4tte ausgereicht, &#8222;den Weinberg samt Bunker zu Staub zerblasen [und] alle Beteiligten als nuklearen Fallout \u00fcber den Rhein&#8220;, zu verstreuen, spottet <a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/static\/topicalbumbackground\/1613\/deutschlands_geheimer_superbunker.html\">einestages.de<\/a>.<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wurden die Tunnel \u00fcbrigens f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke genutzt, n\u00e4mlich als unterirdische R\u00fcstungsfabriken, in denen Zwangsarbeiter unter anderem Einzelteile f\u00fcr die V2-Raketen zusammenschrauben mussten. Nach dem Ende des Kalten Krieges fand sich f\u00fcr den Bunker kein Verwendungszweck mehr, und auch kein Investor, der mit der unterirdischen Immobilie etwas h\u00e4tte anfangen k\u00f6nnen. Die Anlagen wurden leerger\u00e4umt, zur\u00fcckgebaut und gr\u00f6\u00dftenteils abgerissen. Ein kleiner Teil der Anlage wurde mittlerweile als Museum zug\u00e4nglich gemacht und lohnt auf jeden Fall einen Besuch, und sei es nur, um sich ob der klaustrophobischen Enge und des morbiden 60er-Jahre-Chics der Bunkereinrichtungen dezent zu gruseln. (Nur am Wochenende ge\u00f6ffnet.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4042\/4535823891_a0540a91fe_d.jpg\" alt=\"Regierungsbunker Marienthal\" \/><\/p>\n<p>Vom Regierungsbunker aus k\u00f6nnte man weiter auf dem Rotweinwanderweg bleiben, aber die Route finde ich hier etwas langweilig. Ein sch\u00f6nerer Weg f\u00fchrt \u00fcber ein kleines Str\u00e4\u00dfchen, dass sich ein paar Schritte hinter dem Bunker bergauf windet und bald in einen breiten Waldweg \u00fcbergeht. Immer dem breiten Weg folgen, bis man wieder ins Freie kommt und unterhalb eines Weinhangs einen Wanderparkplatz mit dem h\u00fcbschen Namen &#8222;Bunte Kuh&#8220; erreicht. Von dort geht es auf einem kleinen Str\u00e4\u00dfchen nach Westen bis zum F\u00f6rsterhof, einem Ausflugslokal, wo man wiederum dem Rotweinwanderweg folgt, der hier rechts abbiegt. Der Weg f\u00fchrt abwechselnd durch Wald und Weinberge, mit herrlichen Ausblicken ins Ahrtal. Nach etwa 3 Kilometern erreicht man oberhalb des Klosters Marienthal zwei weitere, mittlerweile verschwei\u00dfte Eingangsbauwerke des Bunkerkomplexes, der hier durch einen Taleinschnitt in zwei Einheiten getrennt wurde. Gut auf die Beschilderung des Rotweinwanderweges achten, der direkt am gegen\u00fcberliegenden Hang wieder in die Weinberge f\u00fchrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2793\/4534082256_2880152a59_d.jpg\" alt=\"Sonderberg-Tunnel\" \/><\/p>\n<p>Das westlichste Eingangsportal des Bunkers findet sich schlie\u00dflich nach weiteren zwei Kilometern sch\u00f6ner Strecke, die sich wie die Trib\u00fcne eines Amphitheaters um den Ort Dernau legt. Hier gibt es, auf einer kleinen Br\u00fccke, die ganz offensichtlich f\u00fcr die Bahnstrecke gebaut wurde, auch wieder einen kleinen Rastplatz. Der Rotweinwanderweg f\u00fchrt hier knapp oberhalb von Dernau auf einem kleinen Asphaltstr\u00e4\u00dfchen entlang. Man passiert den kurzen Sonderberg-Tunnel, der heute offenbar als Lagerhalle genutzt wird und unterquert mit dem Rotweinwanderweg die Kreisstra\u00dfe 35, h\u00e4lt sich direkt hinter der Unterf\u00fchrung aber sofort links und folgt dem Weg, der parallel zur Stra\u00dfe verl\u00e4uft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm4.static.flickr.com\/3202\/5783547529_6414809260_d.jpg\" alt=\"Strategischer Bahndamm bei Rech\" \/><\/p>\n<p>Von der Strategischen Bahn ist hier nicht mehr viel zu sehen: Sie w\u00e4re hier quer durch das Wohngebiet unterhalb der Wanderroute verlaufen und weiter dort, wo der Steilhang hinter gemauerten St\u00fctzbauten dicht an den Wanderweg st\u00f6\u00dft. Beim \u00d6rtchen Rech sollte die Bahn au\u00dferdem wieder in einem Tunnel durch den Berg sto\u00dfen. Davon ist aber nicht mehr viel zu sehen, bis auf ein paar Befestigungsbauten hinter Rech, in einem (privaten) Weinberg, direkt neben dem Fu\u00df- und Radweg, der vom Haltepunkt der Ahrtalbahn an den Gleisen entlang Richtung Mayscho\u00df f\u00fchrt. Wo die B267 den Radweg kreuzt, sollte die Strategische Bahn schlie\u00dflich auf die Ahrstrecke treffen, um dann im weiteren Verlauf via Trier Richtung Metz zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>An dieser Stelle lie\u00dfe sich auch die Tour entlang der Strategischen Bahn beenden: Bis zum Bahnhof in Mayscho\u00df sind es nur noch ein paar hundert Meter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine sp\u00e4te Erg\u00e4nzung zum Eintrag \u00fcber den Strategischen Bahndamm, einem der interessantesten verlorenen Orte hier in der Region. Es gibt au\u00dfer dem beschriebenen Streckenabschnitt zwischen Rommerskirchen und Neuss, wo die R\u00fcckriem-Skulpturen aufgestellt wurden, noch einige weitere Spuren dieses nie vollendeten Bahnprojekts. 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