{"id":583,"date":"2007-05-10T15:26:42","date_gmt":"2007-05-10T12:26:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=583"},"modified":"2007-05-10T15:26:42","modified_gmt":"2007-05-10T12:26:42","slug":"asterstein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2007\/05\/10\/asterstein\/","title":{"rendered":"Asterstein"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/219\/491559328_803dbb0ced.jpg\" alt=\"Asterstein\" \/><\/p>\n<p>An einem dieser warmen Mai-Tage, die jetzt schon wieder vorbei sind, hat Fort Asterstein fast ein s\u00fcdl\u00e4ndisches Flair. Die helle Farbe der Mauern, die beinahe elegante Architektur der Fassade und des Innenhofs, Wald und Wiese ringsherum und auf dem Dach der Geb\u00e4ude: Bei aller Trutzigkeit wirkt das Areal in und um das Fort fast leicht und freundlich, als ob sie Piranesi an einem gut gelaunten Tag skizziert h\u00e4tte. Erst wenn man etwas genauer hinschaut und durch das alte Gem\u00e4uer stromert, entfaltet sich die ganze Strenge und Wucht einer milit\u00e4rischen Anlage. (Man sollte allerdings nach M\u00f6glichkeit nur in die R\u00e4ume hineinschauen, die man direkt \u00fcber den Innenhof begehen kann, alles andere ist zu bauf\u00e4llig.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/202\/491552716_9d9b25c863.jpg\" alt=\"Asterstein\" \/><\/p>\n<p>Eine Stadt als Waffe: \u00dcber weite Phasen seiner Geschichte ist Koblenz nach milit\u00e4rischen Gesichtspunkten angelegt und gestaltet worden. Eine Milit\u00e4rstadt ist Koblenz zwar immer noch, aber die Bundeswehrkasernen liegen heutzutage eher zur\u00fcckgezogen oben auf den H\u00f6hen \u00fcber dem Rhein. (Das Diktat des Stra\u00dfenverkehrs ist heute sichtbarer als kriegerische Gesichtspunkte: Mehrspurige Stra\u00dfen gibt es sicher auch in anderen St\u00e4dten, aber in Koblenz wirkt das Asphalt-Korsett, in das die Stadt sich gezw\u00e4ngt hat, enger und dr\u00fcckender als anderswo, weil schon die Natur nicht so viel Platz gelassen hat.)<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur prominenteren und weithin sichtbaren Festungsanlage von Ehrenbreitstein ist Asterstein fast unsichtbar. Auf der einen Seite des Forts hat sich ein Wohngebiet ausgebreitet, und den unmittelbaren Zugang findet man nur \u00fcber einen etwas heruntergekommenen Sportplatz. Von der anderen Seite versperrt ein dichter Wald den freien Blick ins Tal, auf den die Festungsarchitekten so viel Wert legten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/208\/491573151_0ee36bffb2.jpg\" alt=\"Asterstein\" \/><\/p>\n<p>Ansonsten wirkt das Geb\u00e4ude weitgehend sich selbst \u00fcberlassen. Es gibt zwar einen Verein, der sich um die Erhaltung und Restaurierung der Ruine bem\u00fcht, aber dessen Mittel und Kapazit\u00e4ten sind vermutlich eher begrenzt, und von kommunaler Seite scheint es nicht so viel Interesse daran zu geben, das Bauwerk und das Areal ringsherum bekannter zu machen. An einem dieser warmen Mai-Tage ist man aber auch in der Stimmung, das gar nicht so schlimm zu finden: Das s\u00fcdl\u00e4ndische Flair und die Eleganz der Mauern m\u00f6chte man mit den Massen da unten und dr\u00fcben in Ehrenbreitstein auch gar nicht teilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An einem dieser warmen Mai-Tage, die jetzt schon wieder vorbei sind, hat Fort Asterstein fast ein s\u00fcdl\u00e4ndisches Flair. Die helle Farbe der Mauern, die beinahe elegante Architektur der Fassade und des Innenhofs, Wald und Wiese ringsherum und auf dem Dach der Geb\u00e4ude: Bei aller Trutzigkeit wirkt das Areal in und um das Fort fast leicht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-583","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}