{"id":933,"date":"2009-06-10T15:01:52","date_gmt":"2009-06-10T12:01:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clausmoser.com\/?p=933"},"modified":"2009-06-10T15:01:52","modified_gmt":"2009-06-10T12:01:52","slug":"anti-dubai-in-flandern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/clausmoser.de\/blog\/2009\/06\/10\/anti-dubai-in-flandern\/","title":{"rendered":"Anti-Dubai in Flandern"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm4.static.flickr.com\/3604\/3613780794_78bb0bc2d1.jpg\" alt=\"Vlaamse Baaien\" \/><\/p>\n<p>Aufweichung einer K\u00fcstenlinie: Das Projekt <a href=\"http:\/\/www.org-public.org\/personalsite.aspx?tabid=417\">Vlaamse Baaien 2100<\/a> sieht eine umfangreiche Umgestaltung der belgischen K\u00fcste vor, vor allem einen Archipel k\u00fcnstlicher Inseln. Glaubt man belgischen Medien, dann ist das Projekt so etwas wie <a href=\"http:\/\/www.politiek.net\/hermes\/29651\">eine Universall\u00f6sung<\/a> f\u00fcr eine Reihe dr\u00e4ngender Themen: Es soll nicht nur einen nachhaltigen Schutz der K\u00fcste vor Sturmfluten und steigendem Meeresspiegel gew\u00e4hrleisten, sondern auch neue Impulse f\u00fcr Fremdenverkehr, Hafenentwicklung sowie Neulandgewinnung f\u00fcr Siedlungsbau und Umweltschutz liefern.<!--more--><\/p>\n<p>Pr\u00e4sentiert wird das Megaprojekt zwar erst einmal als Vision, die vor allem Denkanst\u00f6\u00dfe liefern soll. Allerdings gibt es durchaus schon namhafte Unterst\u00fctzung, etwa vom fl\u00e4mischen Ministerpr\u00e4sidenten Kris Peeters. Bemerkenswert ist, dass das Projekt ganz explizit als eine Art Anti-Dubai deklariert wird:<\/p>\n<blockquote><p>The project is in many ways meant to be a counter-point to the paradigm of the Palm in Dubai: instead of arbitrary geometries, it is based on morphological logic; instead of elite, it is democratic; instead of unsustainable, it is very ecological.<\/p><\/blockquote>\n<p>So heisst es auf der Website des beteiligten B\u00fcros <a href=\"http:\/\/www.org-public.org\">ORG<\/a>. Dort gibt es auch <a href=\"http:\/\/www.org-public.org\/personalsite.aspx?tabid=417\">einige interessante Bilder<\/a> sowie ein paar weitere Informationen. So sollen die k\u00fcnstlichen Inseln die existierende Morphologie ber\u00fccksichtigen und auf bereits bestehenden Sandb\u00e4nken konstruiert werden. Einige Inseln sind gezielt als Naturreservate geplant, andere als m\u00f6gliche Tourismus- oder Siedlungspl\u00e4tze f\u00fcr &#8222;D\u00fcnend\u00f6rfer&#8220; mit bis zu 3.000 Einwohnern. Beabsichtigt sind au\u00dferdem gro\u00dfe Windkraftanlagen, die freilich &#8222;weit genug entfernt von der K\u00fcste&#8220; platziert werden sollen, um nicht &#8222;die Blicke aufs Meer einzuschr\u00e4nken&#8220;.<\/p>\n<p>Dass die verbaute belgische K\u00fcste ein paar \u00f6kologische Impulse vertragen kann, ist keine Frage. Bei dem gro\u00dfen thematischen Bogen, den das Projekt spannt, lassen sich sicher einige Diskussionsimpulse daraus erzeugen. Andererseits darf man auch nicht vergessen, wie <a href=\"http:\/\/pruned.blogspot.com\/2009\/06\/flemish-island-constellation.html\">Alexander Trevi<\/a> richtig bemerkt, dass Megaprojekte dieser Art oft dazu tendieren, neue Probleme zu generieren statt bestehende zu l\u00f6sen &#8211; ganz zu schweigen von der Frage, ob sowas im aktuellen \u00f6konomischen Klima \u00fcberhaupt nachhaltig finanzierbar w\u00e4re. Mal abwarten, wie weit man in Flandern mit dieser Idee kommt &#8211; und was in den Niederlanden und in Frankreich dazu gesagt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufweichung einer K\u00fcstenlinie: Das Projekt Vlaamse Baaien 2100 sieht eine umfangreiche Umgestaltung der belgischen K\u00fcste vor, vor allem einen Archipel k\u00fcnstlicher Inseln. 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